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UNBORDERED - VANLIFE

Die Welt gehört denen, die keine Grenzen kennen.

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Über uns

Alex Carevskij
DE RU

Alex Carevskij

Fotograf · Videograf · Drohnenpilot

Gelernter Kfz-Mechatroniker, der seine Leidenschaft für Technik und Abenteuer vereint. Mit Kamera, Drohne und dem Camper "Wind the Van" hält Alex die schönsten Momente unserer Reisen fest.

🎨 Photoshop
💡 Lightroom
🎬 DaVinci Resolve
🚁 Drohne
Wind the Van
🚐 Camper
BJ 2000

Wind the Van

Fiat Ducato · La Strada Avanti · 2,8L Turbodiesel

Baujahr 2000 — unser Zuhause, unser Camper, unser dritter Weggefährte. Seit 6 Jahren trägt er uns durch die Welt: über Bergpässe, entlang von Küsten und durch Städte, die wir nie vergessen werden.

☀️ 240W Solar
🔋 2× 100Ah Lithium
🚿 Durchlauferhitzer
⚙️ 2,8L Turbodiesel
Sveta Kotova-Carevskaja
EN RU DE

Sveta Kotova-Carevskaja

Illustratorin · Online-Lehrerin · Biologin · Autorin

Illustratorin, Online-Lehrerin und Biologin — die kreative Seele von Unbordered_Vanlife, die Geschichten mit Worten und Zeichnungen zum Leben erweckt.

✏️ Illustration
🎓 Online-Lehrerin
🌿 Biologin
📖 Autorin

Unsere Story

Dezember 2019

Alex & Sveta werden ein Paar in Warschau

März 2020

Alex macht Sveta einen Heiratsantrag in St. Petersburg

März – Mai 2020

Pandemie trennt sie fast 3 Monate — Kommunikation nur via Skype

Juni 2020

Das Leben online während der Pandemie bringt Alex und Sveta dazu, ein Zuhause auf Rädern zu suchen — und sie finden es: einen Fiat Ducato La Strada in Deutschland. Alex kauft den Camper und fährt nach Belgrad, wo Sveta ihn trifft. Dieser Moment markiert den Beginn ihrer gemeinsamen Reise in ihrem Wind the Van.

Mai 2021

Alex und Sveta heiraten in der Altstadt von Kotor, Montenegro — eine kleine, spontane Hochzeit, bei der Liebste per Zoom dabei sind und ein paar besondere Überraschungen persönlich anwesend sind.

Heute

6 Jahre · 24 Länder · 1 Camper namens "Wind the Van"

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24
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Camper
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Unbordered_Vanlife — Unsere Story

Kotor, Montenegro — Mai 2021

Abenteuer

🌿

Natur

Von Berggipfeln bis zu Meeresküsten, durch Wälder und abgelegene Landschaften — wir erkunden Orte, wo die Natur den Weg vorgibt.

📸

Photo & Video

Jeder Moment verdient es, festgehalten zu werden. Durch Kamera, Drohne und Licht helfen Fotografie und Video dabei, unsere Sicht auf die Welt zu formen und unsere Geschichte zu erzählen.

🌍

Kulturen

In 24 Ländern ist jeder Ort Teil unserer Reise geworden — ein Raum voller Menschen, Geschichten und unerwarteter Herzlichkeit, der uns lange nach der Fahrt im Gedächtnis bleibt.

🚐

Wind the Van

Unser Fiat Ducato ist mehr als ein Fahrzeug — er ist unser Begleiter. Durch Städte, Berge und alle möglichen Landschaften wird er überall zu einem Ort der Geborgenheit und Ruhe.

✏️

Illustration & Writing

Durch Zeichnungen und Worte werden Orte über den Moment hinaus festgehalten — wo Wind, Licht, Wasser und Textur Teil des Werks werden und jedes Erlebnis lange nach der Reise noch spürbar bleibt.

🌀

Bewusste Spontanität

Jeder neue Ort bringt eine andere Art, die Welt zu sehen. Auf der Straße zu leben bedeutet, offen für Spontanität zu bleiben — tief im Moment verwurzelt und in unerwarteten Augenblicken Bedeutung zu entdecken.

"Nomadic life inevitably shifts mindsets and expands horizons."

— UNBORDERED_VANLIFE

Leistungen

Authentische Inhalte.
Echte Reichweite.

Wir sind kein Agenturprodukt — wir leben das, was wir zeigen. 6 Jahre Vanlife, 24 Länder, eine echte Geschichte.

Jetzt anfragen

Kostenlos & unverbindlich

📷

Reisefotografie

Print & Digital

Hochwertige Reise- und Landschaftsfotografie für Magazine, Kampagnen und redaktionelle Projekte. Vom weiten Panorama bis zum stimmungsvollen Detail — geliefert als vollständig bearbeitetes Bildpaket. Drohnenaufnahmen und Luftperspektiven inklusive.

🎬

Videoproduktion

YouTube & Social

Reisevideos, Vanlife-Dokumentationen und Social-Content in Cinematic-Qualität. Schnitt mit DaVinci Resolve.

📰

Magazine Articles

DE / EN / RU

Redaktionelle Reisegeschichten und Features für Print- und Online-Magazine, geliefert als vollständige visuelle und schriftliche Pakete — inklusive Reisebericht, Fotografie und Videoinhalt nach Bedarf.

Titelseite Clever Campen · DE · EN · RU
📱

Content for Brands

Instagram · Telegram

Marken-Storytelling auf Social-Media-Plattformen, inklusive Produktintegration, gesponserter Inhalte und kreativer Kampagnen-Kooperationen.

🚁

Drone Footage

Aerial Photo & Video

Professionelle Luftaufnahmen für touristische Destinationen, Campingplätze, Outdoor-Brands, Reisemagazine und mehr.

🤝

Brand Partnerships

Brand Deals & Sponsoring

Langfristige Kooperationen mit Outdoor-, Reise- und Vanlife-Brands. Wir integrieren Produkte in unseren Alltag auf der Straße und teilen authentische, reale Erfahrungen über Zeit.

🎨

Illustration

Print & Editorial

Illustrationen, Skizzen und visuelles Storytelling für Magazine, Verlage und kreative Projekte — gefertigt mit traditionellen Techniken.

Bekannt aus

Clever Campen · Instagram · YouTube · Telegram · russstuttgart.de

Story Dossiers

Echte Geschichten. Echte Orte. Veröffentlicht in Print & Digital.

Full-time Vanlife
📰 Clever Campen russstuttgart.de

Full-time Vanlife

Über sechs Jahre, 24 Länder — und die Frage, ob wir je wieder in eine Wohnung ziehen könnten.

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Winter Vanlife
📰 Clever Campen russstuttgart.de

Winter Vanlife

Vier Winter-Saisons, -28°C und die Erkenntnis: Die größten Grenzen existieren nur im Kopf.

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Wind the Van — Technik
🔧 Technik Bj. 2000

Wind the Van — Technik

Bj. 2000, alles andere als neu — aber genau richtig für uns. Wie Technik und Menschen zusammen fast alles möglich machen.

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Wind the Van — Technik

Wind the Van — Technik

Bj. 2000 · alles andere als neu · aber genau richtig für uns

„Wie hält ein 25 Jahre alter Fiat Ducato durch — von 42 °C in der türkischen Sonne bis zu -28 °C hinter dem Polarkreis?" Die Antwort liegt nicht nur im Fahrzeug selbst, sondern in dem, was wir daraus gemacht haben — und in den Menschen, die uns in jedem Land ein Stück weitergebracht haben.

„Wind the Van" ist für uns mehr als ein Fahrzeug — er ist ein hochkomplexes, mobiles Ökosystem. Als gelernter Kfz-Mechatroniker hat Alex jedes System kontinuierlich weiterentwickelt und an die extremsten Bedingungen angepasst. Kein Werkstatttermin, kein Pannendienst — nur Werkzeug, Erfahrung und die Notwendigkeit, weiterzukommen. Und wenn beides nicht reichte, waren es Menschen: Michaelis Georgien, ein Dorfbewohner mit einem Traktor, Vasilij in Russland, ein Mechaniker, der uns drei Tage lang seine Werkstatt überließ, um den Motor zu reparieren, der beim Durchfahren einer tiefen Pfütze Wasser angesaugt hatte, und ein fein gekleideter Fremder in Bosnien, der eigentlich auf jemand anderen wartete und uns trotzdem aus dem Matsch half. In 24 Ländern hat uns die Straße gelehrt, dass Technik allein nicht reicht — aber Technik und Menschen zusammen fast alles möglich machen.

Wind the Van

Heizungs-Upgrade

Die ursprüngliche Truma-Gasheizung leistete 2000 W — ausreichend, aber keine Dauerlösung für Vollzeit-Vanlife über Ländergrenzen hinweg. Dazu kommt: In unserem Camper hängt ohnehin schon einiges am Gas — der Gasherd zum Kochen und ein Camplux-Durchlauferhitzer für warmes Wasser. Bei -28 °C hinter dem Polarkreis komplett von einer einzigen Gasflasche abhängig zu sein, wollte einfach nicht zu unserem Sicherheitsgefühl passen. Die Lösung: eine 4000 W Diesel-Standheizung, die direkt über unseren Camperdieseltank läuft — bei der Montage muss man darauf achten, dass sie den Tank nicht leersaugen kann. Doppelt so viel Leistung wie vorher, und ein Verbraucher weniger, der am Gas hängt.

Heizungs-Upgrade

Isolierung — Schicht für Schicht

Isolierung

Für die Fenster haben wir Laminat-Dämmunterlagen passgenau zugeschnitten — jede Scheibe bekommt ihre eigene Form, direkt am Fenster abgezeichnet und ausgeschnitten. Zwei Lagen werden mit doppelseitigem Klebeband verbunden, die silbernen Seiten zeigen dabei nach außen — so reflektiert die Dämmung Hitze und Kälte gleichermaßen. Günstig, effektiv, und das Material gibt es in jedem Baumarkt. Der Boden bekam 6mm EVA-Schaummatten als Grundlage, darüber Teppichfliesen — einzeln austauschbar, wenn eine nass oder beschädigt ist. Kein Aufwand, kein Werkzeug, einfach raus und neu rein. Dieselbe Lösung schützt uns vor sommerlicher Hitze genauso wie vor Winterkälte.

Energiemanagement

240 W Solar, zwei 100 Ah Lithium-Batterien, ein 30 A Ladebooster und ein 1000 W Wechselrichter — genug für zwei Remote-Arbeitsplätze und Videoproduktion, selbst auf verschneiten Wegen in Karelien. Der Ladebooster hält unsere Batterien während der Fahrt zuverlässig am Leben — egal ob die Sonne gerade nicht mitspielt. Für zusätzliche Flexibilität haben wir außerdem faltbare 240 W Solarzellen von Maentum dazugeholt, die über einen separaten Victron MPPT-Laderegler laufen — praktisch, wenn wir im Schatten parken und die fest verbauten Panels nicht ausreichen, oder wenn wir spontan mehr Leistung brauchen. Eine 200 W Ladestation mit 6 Anschlüssen sorgt dafür, dass Laptops, Handys, Powerbanks und alle unsere Gadgets gleichzeitig geladen werden können — perfekt für die Fahrt, damit bei dem nächsten Einsatz alles bereit ist. Der Wechselrichter versorgt alle unsere Verbraucher und reicht dabei vollkommen aus. Das System ist das Ergebnis von sechs Jahren kontinuierlicher Optimierung.

Energiemanagement

Reparieren, wo andere aufgeben

Reparieren

Die Wasserpumpe — die uns überhaupt erst Wasserdruck im Van ermöglicht — wurde bis tief in die Nacht getauscht, irgendwo am Straßenrand. Die Bordbatterien haben wir bei 38 Grad Hitze ausgebaut und neu verkabelt — kein Schatten, kein Aufschub, einfach machen. Der Kühlschrank wurde auf einem Parkplatz ersetzt — dank des La-Strada-Aufbaus ein Zwei-Tage-Job, den wir uns Schritt für Schritt erarbeitet haben. Aus Schnee und Sand haben wir uns mehr als einmal selbst ausgegraben. Auf der Straße zu leben bedeutet: du kannst nicht warten. Wer sechs Jahre Vollzeit-Vanlife übersteht, kennt seinen Van in- und auswendig — und genau das ist es, was uns nachts unter dem Sternenhimmel lächeln lässt: Der Van läuft, weil wir ihn verstehen — und jedes Problem, das wir lösen, macht ihn ein Stück mehr zu unserem Zuhause.

Wind the Van — Technik

Technik ist für uns kein Hindernis — sondern der Schlüssel zur grenzenlosen Freiheit.

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✈️

Coming Soon

Demnächst

Full-time Vanlife

Full-time Vanlife

6 Jahre · 24 Länder · 1 Camper

„Könntet ihr euch vorstellen, jemals wieder in eine feste Wohnung zu ziehen?" Nach über sechs Jahren und 24 bereisten Ländern fällt uns die Antwort schwer.

Fulltime Vanlife ist für uns kein langer Urlaub, sondern eine bewusste Entscheidung für maximale Freiheit und Flexibilität. Es ist die Kunst, den Alltag — vom Wäschewaschen bis zum Remote-Work — in Einklang mit der ständigen Entdeckung des Unbekannten zu bringen.

Full-time Vanlife

Crossing the Threshold

We put everything on hold during the global pandemic in 2020, while living in different countries — one in Germany, the other in Russia. Instead of building a van ourselves as originally planned, circumstances forced us to rethink everything. While apart, we searched for alternatives and eventually found our fully equipped Fiat Ducato camper. What followed was a period of distance, planning, and uncertainty until travel restrictions briefly eased. We met in Belgrade, and from that moment on, everything changed — marking the beginning of our full-time van life.

Crossing the Threshold

Flexibilität als Überlebensstrategie

Flexibilität als Überlebensstrategie

Since the beginning of our van life journey in 2020, countless unexpected situations have become part of life on the road. One of those moments happened in a Serbian raspberry field, where we got stuck in the mud in the middle of the night, completely unable to reach anyone and surrounded by remote village roads. Only in the morning were we able to find local help and get back on the road — just in time to sit in front of our laptops for an online meeting, perfectly dressed.

Arbeiten ohne Grenzen

Before life on the road, we followed very different professional paths — teaching and auto mechanics — while photography was gradually becoming a profession and illustration was slowly growing from a personal passion into a visual storytelling practice. Over the years, remote teaching, photography, videography, drone work, art, writing, and magazine collaborations gradually became part of our everyday life on the road. At the same time, adaptability often meant returning to practical skills — from working in garages to technical and hands-on projects whenever needed. Living and working this way taught us that freedom is rarely static. It constantly evolves through uncertainty, creativity, and the balance between reality and dreams.

Working Without Borders

The World as a Teacher

Choosing life on the road meant entering a continuous learning process through people, cultures, and everyday encounters in unfamiliar places. We learned that connection is possible beyond language or shared background — understanding often happens through presence, gestures, and shared moments, creating a natural exchange between people. Unexpected situations also became part of this process. Delays, detours, or getting stuck along the way often led to new encounters, deeper connections, and a more meaningful understanding of the places we passed through and of ourselves. The world around us continues to teach in many different ways — not only about the places we move through, but also about ourselves, often in unexpected and rarely predictable ways.

Die Welt als Lehrmeister
Fulltime Vanlife — Ausblick

Full-time van life is often shaped by uncertainty, but the ability to choose where we wake up makes it all worth it.

Veröffentlicht in

Winter Vanlife

Winter Vanlife

4 Winter · -28°C · 24 Länder

„Ist der Winter die größte Herausforderung des Vanlifes?" Wir antworten immer mit einem klaren „Nein".

Für uns ist die kalte Jahreszeit eine der schönsten im Jahr — geprägt von einer gewissen Unvorhersehbarkeit. Wir haben gelernt, dass Winter-Vanlife nicht nur bedeutet, gegen die Kälte zu kämpfen, sondern auch die umgebende Stille zu genießen, die man mit dem ganzen Körper spüren kann. Wir lieben das Kribbeln der Kälte und die Geborgenheit der Isolation, die uns wie eine weiche, flauschige Decke umhüllt. Nicht zu vergessen, wie die Natur uns begrüßt — mit lauten oder flüsternden Grüßen durch schlafende Felsen, raschelnde, knisternde Äste oder murmelnde Gewässer an Orten, an denen wir oft die einzigen Gäste sind. Immer eine eigene Geschichte, die es zu erzählen gilt.

Winter Vanlife

Winterrealitäten

In Montenegro steckten wir bei –20°C hinter meterhohen Schneewänden fest — eine unserer eindrücklichsten Wintererinnerungen. Auf dem Weg zur montenegrinischen Küste im Januar entdeckten wir eine Straße, die in die Berge führte, und dachten: „Warum nicht ein paar Tage Skifahren?" Und tatsächlich bekamen wir unser Skiabenteuer. Aber es wurde auch unsere erste echte Lektion im Winter-Vanlife. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Gegend kamen wir zu einer stillen Wasserpumpe und komplett gefrorenen Frisch- und Grauwassertanks zurück. Unerwartete Straßenverhältnisse und eine Eiskruste im Spülbecken, die unter unseren Fingern wie Glas zersprang, zeigten uns schnell, dass es viel mehr zu lernen gab, als nur die Heizung laufen zu lassen. Mit der Zeit wurden aus diesen ersten Überraschungen Erfahrung und praktische Routinen. Für die technische Seite dieser und einiger anderer Lektionen — siehe unser Technik-Dossier. Dieser Ski-Abstecher lehrte uns mehr über Winter-Vanlife als jeder Ratgeber es könnte — und dass Flexibilität oft genauso wichtig ist wie Planung, wobei Hilfe von Einheimischen manchmal zu unserer größten Ressource auf dem Weg wurde.

Winterrealitäten Winterrealitäten Montenegro

Menschliche Wärme

Menschliche Wärme — Remzo Menschliche Wärme

Eine der größten Überraschungen des Winter-Vanlifes ist nicht der Schnee — es sind die Menschen, die wir auf dem Weg treffen und die selbst die härtesten Bedingungen in die wärmsten Erlebnisse verwandeln können. Ob es Dorfbewohner waren, die uns auf dem Balkan aus tiefem Schnee schoben, ihr Atem in der eisigen Luft sichtbar, während sie uns in einer fremden Sprache Anweisungen zuriefen, oder Mechaniker im Norden Russlands, die ihre Garagentore öffneten, bevor wir überhaupt wussten, was kaputt war — Hilfe schien immer da zu sein, bevor wir zweimal fragen mussten. Manche Begegnungen dauerten nur wenige Minuten. Andere wurden zu dauerhaften Freundschaften. Eine davon war Remzo in Bosnien. Neugierig auf unser deutsches Kennzeichen, kam er zuerst auf uns zu — zeigte uns den sonnigsten Platz zum Parken für unsere Solarpanels, lud uns ein, eine Nacht neben seinem Haus zu verbringen, ein paar Rakijas zu teilen und aufzuladen, was wir brauchten. Als wir an der Adresse ankamen, die er uns gegeben hatte, öffneten seine von jahrelanger Arbeit rauen Hände die Tore und winkten uns in seine Garage — ein Ort, der zu unserer wärmsten Erinnerung wurde, wenn auch nicht im Sinne der Temperatur. Sehr schnell wurde uns klar: Remzo hatte uns nicht nur den Weg gezeigt. Er hatte uns in seine Welt aufgenommen und uns buchstäblich alles gegeben, was Camper-Leute brauchen. Und sollte uns der Weg wieder nach Bosnien führen, wissen wir, wen wir rund um Bihać als Erstes besuchen. Im Laufe der Jahre haben wir gelernt, dass der größte Trost im Winter selten von der Heizung in unserem Camper kam, so wichtig sie auch ist, sondern von der Großzügigkeit der Menschen, die wir auf dem Weg trafen.

Die stille Belohnung

Wir glauben fest an die Philosophie, dass jeder Sturm irgendwann vorüberzieht — und dass darauf Ruhe und Gelassenheit folgen. Genauso empfinden wir es mit den harten Bedingungen des Winters, in jeder Hinsicht. Ob es ein echter Schneesturm ist — einer, der unseren Camper über Nacht begräbt und uns am Morgen zum Freischaufeln zwingt, oder einfach brutal zu fahren ist — oder nur ein weiteres alltägliches Chaos, verursacht durch die äußeren Bedingungen: Irgendwann kommt der Moment, in dem alles zum Stillstand kommt, und wir bekommen, oft unerwartet, die wahre Belohnung dafür, diesen Wahnsinn überstanden zu haben.

Die stille Belohnung

Diese unerwartete Belohnung lässt sich mit Worten kaum beschreiben. Selbst wenn wir ein Foto vom spontanen Nordlicht zeigen, das für uns den Beginn des Winters im September hinter dem Polarkreis markierte — oder von dem flauschig weißen, fast zuckerbestäubten Wald, der uns gegen 11 Uhr morgens vor Sonnenaufgang weiter im Norden begrüßte — oder vom Neujahrswind an der stürmischen Küste Normandies, der nicht einmal versuchte zu flüstern, sondern seinen Gruß herausschrie — Bilder sind nur ein winziger Widerschein davon, wie sich das alles wirklich anfühlt. Für uns ist die Fähigkeit, diesen Moment heute voll und ganz zu erleben, der Grund, warum wir dieses nomadische Leben weiterführen.

Winter Vanlife — Abschluss

Winter-Vanlife ist die Erkenntnis, dass wahre Grenzen nur im Kopf existieren.

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Aleksej Carevskij
Schulz-Briesen-Straße 10
Gelsenkirchen
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E-Mail: unborderedvanlife@gmail.com

Verantwortlich für den Inhalt nach § 18 Abs. 2 MStV

Aleksej Carevskij
Schulz-Briesen-Straße 10
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Stand: Oktober 2025